Ob eine Dämmung der Kühldeckenoberseite zur Rohdecke vorzusehen ist oder nicht, ist von den individuellen Gebäude- und Nutzeranforderungen, jedoch auch von der gesamten technischen Installation abhängig. Bei der Nutzung der Gebäudemasse als Speicher erübrigt sich eine Dämmung, die jedoch wieder notwendig sein kann, wenn z.B. nicht isolierte Luftkanäle im Deckenhohlraum verlaufen bzw. die Abluft frei über den Deckenhohlraum abgezogen wird.

Sofern großer Wert auf eine schnelle Reaktionsfähigkeit der Kühldecke gelegt wird, so sollte auf eine Isolierung der Kühldecke nicht verzichtet werden (Standard 25 mm).

Dämmung einer Kühldecke

Dämmung von Kühldeckensystemen

Als Dämmmaterial wird Mineralfaser der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 040 gemäß DIN 18165 eingesetzt. Diese Dämmstoffe werden maßgenau zugeschnitten und in PE- Folie eingeschweißt, um einen Faserflug auszuschliesen.

Leistungsmindernd wirkt sich eine Isolierung allerdings aus, wenn es sich um eine Decke mit großem Lochanteil oder sogar um eine offene Rasterdecke handelt. In solchen Fällen wird die freie Konvektion verhindert. Hier kann nur eine Isolierung direkt an der Rohdecke oberhalb der Kühlleitungsrohe angebracht werden.

Bei einer Gipskarton-Akustikdecke in Verbindung mit der freien Luftabführung über den Deckenhohlraum ist der sorgfältigen Luftführung besondere Bedeutung zuzumessen. Bedingt durch den im Deckenhohlraum vorhandenen, wenn auch nur geringfügigen Unterdruck, besteht die Gefahr des Luftstromes durch die Lochung der Decke, was wiederum zu einer frühzeitigen Verschmutzung im Bereich der

Lochung führen kann. Besonders gefährdet sind Akustikdecken die mit einem Akustikputz versehen sind. Hier wirkt die geschlossene Putzoberfläche wie ein Filter. Durch eine sorgfältige Dämmung, die bei der freien Luftführung durch den Deckenhohlraum ohnehin unerläßlich ist, und dem Verkleben der Dämmungsstöße kann dieses Risiko weitgehend eliminiert werden.

Vorgesehene Deckeneinbauten sowie nachträglich einzubauende Lüftungsauslässe, Beleuchtungs-körper, Lautsprecher oder ähnlichem lassen sich problemlos in die meisten Kühldeckensysteme integrieren. Aussparungen, z.B. für Revisionsöffnungen lassen sich bequem umlegen, und auch häufig vorkommende Planungsänderungen während der Bauzeit lassen sich mit verhältnismäßig geringem Aufwand einarbeiten.

Jedoch ist besonders bei Deckenleuchten auf eine ausreichende Wärmedämmung zu achten um eine Leistungsminderung der Kühldecke zu vermeiden. Im Gegensatz zu Leuchten können sich Luftauslässe durch eine Erhöhung der Konvektion positiv auf die Leistungsfähigkeit des Systems auswirken.

Viele Kühldeckensysteme lassen sich auch nachträglich noch in geeignete Paneeldecken- oder Metallkassettensysteme integrieren. Dies kann gegeben sein, wenn durch Nutzungsänderungen eine Kühlung erforderlich wird.

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